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Schloss Wolfskuhlen – Spuk & Legenden, was davon ist wahr?

  • by Anatoli Bauer
Schloss Wolfskuhlen - Spuk & Legenden, was davon ist wahr

In den letzten Jahren sind Lost Places immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Viele Menschen fahren quer durch Deutschland um alte und verlassene Häuser aufzusuchen, einzudringen und dort Fotos zu machen. Diese werden dann auf Instagram oder ähnlichen Plattformen im Internet gepostet. Auch Videos können hier gedreht werden. Einer dieser Orte ist das Schloss Wolfskuhlen in Rheinberg. Schon seit vielen Jahren verlassen und der Natur zurückgegeben, steht es im Ortsteil Budberg, am Rande von Rheinberg. Doch dem Besitzer gefällt es nicht, dass Touristen in Scharen hierher kommen. Zum einen, um über das Grundstück zu wandeln, doch auch, weil sie sich fürchten. Es gibt zahlreiche Legenden und Spuk, welche sich um das Schloss ranken. Es ist das sagenumwobene Haus im Ruhrgebiet und natürlich wurde es schon seit vielen Jahren dem Verfall preisgegeben und verlassen.

Alte Mythen

Keiner weiß genau, was hinter den Mauern einst geschah, es soll wohl ein Kinderheim gewesen sein, doch auch hier munkelt man nur. Die Kinder des Heimes sollen bei einem fürchterlichen Brand ums Leben gekommen sein. Alle 50 Jahre wiederholt sich dieser Brand. Wer das Gebäude betritt kann die armen Seelen heute noch schreien hören, die damals auf mysteriöse Weise ihr Leben verloren. Manche sind sich aber nicht sicher, ob das Gebäude deshalb so schaurig und verlassen in der Landschaft steht. Es könnte sich auch um Morde handeln, die an Kindern begangen worden sind. Anschließend wurden diese im Garten begraben, von den Betreuern, versteht sich. Einige Kinder sollen wohl spurlos verschwunden sein, andere wurden eingemauert. Was nun wirklich Fakt war und wie das Haus von heute auf morgen verlassen worden ist, kann jedoch keiner genau sagen. Über alte und verfallene Häuser werden oft Schauergeschichten erzählt.

Lost Place der Extraklasse

Wenn heute Menschen in der Nähe des Schlosses sind, dann können diese oft mysteriöse Erlebnisse berichten, die während des Besuchs erlebt werden. Doch ist das nicht überall so, wenn Gebäude betreten werden, denen die Fenster fehlen, wo Türen offen stehen und eventuell ganze Wände fehlen? Es gibt merkwürdige Luftzüge, aber auch Geräusche, die schlecht zugeordnet werden können. Einige behaupten sogar, dass Autos plötzlich stehen bleiben. Einige Besucher erklären, dass das Schloss Wolfskuhlen das Zentrum des Bösen ist. 5 weitere Schlösser befinden sich in unmittelbarer Nähe, die ein Pentagramm bilden. Diese heißen

  • Schloss Tervort,
  • Schloss Ossenberg,
  • Schloss Blömersheim,
  • Schloss Cassel
  • und Schloss Lauersfort.

Mauern mit jahrhundertealten Geschichte

Mittlerweile ist das Schloss jedoch einsturzgefährdet und es gibt keine geschlossenen Räume mehr. Ein Großbrand hat es zu dem gemacht, was es heute ist. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die obere Etage fehlt gänzlich und auch die Fenster im unteren Bereich sind zugemauert, damit keine Menschen sich dem Gebäude nähern. Denn da es fast einstürzt, kann es ganz schön gefährlich werden, hier in der Nähe zu sein, vor allem bei Sturm oder kräftigem Wind. Es soll angeblich einen Geist auf dem Gelände geben, ein Mädchen warnt die Besucher, es nicht zu betreten. Eine weitere Geschichte ist die, dass ein geheimnisvoller Bauer das Schloss bewacht und Menschen erschießt, die sich dem Gebäude nähern. Mystischer jedoch ist der Raum, der hier noch vorhanden sein soll und dessen Boden mit Quarzsand bedeckt ist. Dieser soll die Hände und Füße der gepeinigten Kinder zeigen.

Grusel ist vorprogrammiert

Wem diese Geschichte nicht von einem Besuch des Schloss Wolfskuhlen abhaltet, der sollte es sich hautnah anschauen. Vor allem an Regentagen ist die Kulisse perfekt für einen Gruselfilm. Viele Touristen kommen hierher und möchten einen Blick auf das zugewachsene Schloss am Waldrand erhaschen. Die wenigsten jedoch trauen sich auf das Gelände. Vor allem nachts kann es gefährlich werden, denn das marode Material kann einen unter sich begraben. Vorsicht ist also geboten! Die Geschichten, die sich um das Schloss ranken, kann keiner nachweisen, doch kalt lassen sie die Besucher keinesfalls. Ob die Geschichten nun wahr sind kann ebenfalls keiner sagen. Vielleicht die eine oder andere, doch alle auf keinen Fall. Man sollte sich vorsichtig bewegen und nicht auf irgendwelche Steine oder ähnliches treten, denn dann kann man die nächste Leiche sein, die mit den Kindern um die Wette heult.

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